ANDRÉ BRIE    
EUROPA | TAGEBUCH MIT REISENOTIZEN
 

21. April 2004 | André Brie

Frühling, Flyer, Fernsehspot 

Auch in Mecklenburg-Vorpommern hat der Frühling begonnen. So gern ich kalte Wintertage mit Schnee mag, ab März warte ich nur noch auf Wärme, Sonne, Grün. Zu Hause zeigen sich an den ersten Bäumen zarte Blätter, Buschwindröschen und Scharbockskraut blühen in den Buchenwäldern, die Schlehen natürlich auch. Hier im Süden (ich bin gerade in Strasbourg) ist aber alles schon zwei oder drei Wochen weiter. Es ist für mich nicht leicht in diesem Jahr, diese schöne Zeit zu genießen, aber entziehen könnte ich mich dem raschen Wandel sowieso nicht. Ich hoffe, das klingt nicht zu sentimental. 

Die vergangene Woche war ansonsten allein von den Veranstaltungen hektisch: Am Mittwoch mit dem Infobus des Europäischen Parlaments auf dem Neuen Markt in Rostock (in der Frühlingssonne!), abends Diskussion bei der Europaunion der Stadt, am Donnerstag öffentliches Forum in Oranienburg, Sonnabend in Berlin, Montag Morgen Gymnasium Reutershagen (auch in Rostock), dann über Berlin nach Strasbourg (zum Plenum), Dienstag Frankfurt/Main, Mittwoch Besuchergruppe im Parlament. Zum erstenmal habe ich Auszubildende eingeladen (Köche, Hotelfachkräfte). An Gymnasien erlebe ich relativ viel Interesse an der EU und Kenntnisse über sie, an anderen Schulen sehr viel weniger. Ich bin gespannt, wie es diesmal sein wird.  

"Zwischendurch" geht die Arbeit im EP weiter. Gestern stimmten wir über rund 1200 Änderungsanträge ab – Rekord in dieser Legislaturperiode, und viele Themen sind ausgesprochen kompliziert und strittig. Zypern, das Kooperationsabkommen mit Pakistan (Militärregime, Atomwaffenmacht), Richtlinien zum Verbraucherschutz und zur Kontrolle der Lenkzeiten von Berufskraftfahrern (ausgearbeitet von meinem Freund Helmuth Markov), die Weitergabe von europäischen Fluggastdaten an die US-Behörden – alles wichtige Themen, nicht selten (Zypern) auch Entscheidungen, die in der Fraktion und im gesamten Parlament heftig umstritten sind, die auch mir schwer fallen. Endlich einen Konflikt friedlich lösen, ganz Zypern in die EU aufnehmen, das sind Motive, die mich zu einem Ja bewegen, aber der UN-Vorschlag fordert, insbesondere von den griechischen Zyprioten, einen hohen Preis. 

Ich möchte übrigens nicht den Eindruck erwecken, ein geplagter Mensch zu sein. Viel Zeit und Kraft investiere ich in die Organisation und Leitung des PDS-Wahlkampfes, für den ich auf Bundesebene verantwortlich bin. Am Wochenende habe ich an den Texten für Flyer gesessen und an der Redaktion unserer Wahlkampfzeitung. Aber die Arbeit geht voran, das Team im Wahlquartier arbeitet wunderbar. Es macht inzwischen Spaß, dorthin zu kommen (ich weiß, dass meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter meinen, dass ich das nicht oft genug tue), und  am Sonnabend konnte ich die Rohschnittfassung unserer Kino- und Fernsehspots sehen und abnehmen. Da haben unsere Werbeagentur und die Filmfirma einfach eine tolle Arbeit geleistet. Die Konkurrenz darf sich warm anziehen in diesem Frühjahr.

 
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